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SATZUNG

VORWORT ZU DER ERSTEN SATZUNG AUS DEM JAHRE 1946:

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Vertrauend auf die Symbolkraft einer Stätte, die durch die Jahrhunderte die anziehende und ausstrahlende Mitte der Kultur des Landes war, hat sich ein am Sinn unserer Tage unbeirrter Kreis von Menschen als „Freunde der Residenz“ zusammengefunden. Er will inmitten unserer zerstörten Stadt und unseres gedemütigten Landes jedem, der bereit ist, eine heile Stätte erhalten, in der er die unverlierbare Wahrheit und Schönheit zu finden vermag. In Zusammenkunft und Begegnung wird der Kreis der Freunde sich des einigenden Sinnes unserer Tage gewiss und tritt mit eigener oder seiner Absicht gemäßer Hervorbringung vor alle. Es geht den „Freunden der Residenz“ nicht darum, die Formen eines früheren Bildungsbetriebes zu erneuern. In einer mit den Zeiten gesicherten Kulturbesitzes unvergleichbaren Situation sollen mit umso unbedingterem Vertrauen auf die Macht des Geistes und mit wachem Gewissen für die Not unserer Zeit die Werke gefördert werden, die im Neuen eine Notwendigkeit und notwendende Kraft besitzen. Es soll vom überlieferten Gut bewahrt und dargestellt werden, was in unserer Stunde wirksam geblieben ist und will, wo ein Neues gültigen Ausdruck gefunden hat, ihm so zur Sprache verhelfen, dass es allen gehört. Sosehr das, was an Rede und Schrift, Bild und Musik, an Feier, Spiel und Werk, nicht zuletzt an sozialem Hilfswerk aus diesem Kreise hervorkommt, das unverwechselbare Gepräge der „Freunde der Residenz“ tragen soll, so folgt dies alles keinem fest umrissenen Programm irgendeiner sich ausscheidenden geistigen, gesellschaftlichen oder politischen Bindung. Es sucht, wo es denkende Bemühung gibt, die Wahrheit und wo es um Kunst geht, den Wert. Das ist sein einziger Grundsatz. Der Kreis der „Freunde der Residenz“ ist unpolitisch. Er kennt und will aber die eine Politik des Geistes, die Gesittung, Wahrheit und Schönheit zu ihrer unveräußerlichen und gottgewollten Macht verhilft.

In diesem Streben vereinigen sich treu bewahrende und mutig erneuernde Kräfte, verbindet sich die Liebe zum Nahen und Heimatlichen der Pflege dessen, was der ganzen Menschheit gehört. Was sich an bayrischer Stammesart hier zeigen wird, tritt nicht in Gegensatz zu einer anderen deutschen. Deutsche Kunst findet seine Pflege als ein Besitz, dessen die ganze Menschheit nicht entraten kann. Im Gefühl der eigenen Würde, die es zu bewahren gilt, seien die Stimmen anderer Völker gehört.
Indem die eigene Art sich mit ihren besten Kräften darlebt, sei dem Frieden und der Menschlichkeit gedient.

Der Bereich der Auswirkung der „Freunde der Residenz“ wird nicht auf seine bisherige Wirksamkeit beschränkt bleiben. Es gilt, den sich wandelnden Bedürfnissen zu genügen. Was die „Freunde der Residenz“ heute schon darstellen, hat sich durch das eigene geistige Gewicht ausgebreitet und ist in gemeinsamem Schicksal gewachsen. Was weiterhin geschieht, wird nicht willkürlich organisiert, sondern folgt dem Wachstum der eigenen Kraft. Die „Freunde der Residenz“ werben für sich nur durch die Sache selbst. Die Mittel, die sie erwerben, dienen wieder der Sache. Die Ordnung, in die sie sich als Körperschaft gliedern, entspringt dem Gesetz der Sache.

Der engere Kreis sind nicht Mitglieder, sondern Freunde mit allem, was dieses Wort besagt.

SATZUNG 1978

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§ 1

Der Verein der Freunde der Residenz e.V. mit Sitz in München, verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Nach dem Wiederaufbau der Residenz ist der Zweck des Vereins die Förderung der Instandsetzung, der Instandhaltung und der Verschönerung wichtiger Bauten und Anlagen im Bereich der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, sowie die Förderung von Kunst und Kultur in diesem Rahmen.

§ 2

Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus diesen Mitteln. Es wird auch keine andere Person durch hohe, unverhältnismäßige Vergütungen begünstigt.

§ 3

Mitglied des Vereins kann jeder werden, der mit der Förderung von dessen Zielen übereinstimmt.

§ 4

Die Mitgliedschaft erlischt:

§ 5

Der Verein hat einen Vorstand, der aus drei Mitgliedern besteht und ehrenamtlich tätig ist. Er wird auf unbestimmte Zeit gewählt und stellt alle drei Jahre die Vertrauensfrage. Er bestimmt die Art und den Inhalt der kulturellen Veranstaltungen. Der Vorstand ernennt einen Geschäftsführer, der den Verein auch nach außen vertreten kann.

§ 6

Mitglieder, die sich besondere Verdienste um die Förderung der Vereinsziele erworben haben, können auf Vorschlag des Vorstandes von der Hauptversammlung des Vereins zu nicht beitragspflichtigen Ehrenmitgliedern ernannt werden.

§ 7

Der Mitgliedsbeitrag beträgt zur Zeit im Jahr:

a. für das Einzelmitglied EUR 30
b. für Ehepaare EUR 50
c. für Schüler und Studenten EUR 10
d. für Firmen EUR 300

Beitragsänderungen werden vom Vorstand festgesetzt.
Die Einnahmen des Vereins werden verwendet wie folgt:
Bestreitung der laufenden Geschäftsunkosten, Veranstaltungskosten, Honorare für Künstler, sowie zweckgebundene Sachzuwendungen an die Bayer. Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen im Sinne des § 1.
Der Vorstand hat das Recht, verbleibende Reineinnahmen aufzustocken, um die Möglichkeit für größere kulturelle Veranstaltungen zu haben.

§ 8

Über die Verwendung aller Gelder des Vereins ist vom Geschäftsführer Rechnung zu führen. Buchführung, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie die Bilanz sind von einem anerkannten vereidigten Buchprüfer zu prüfen. Seine Prüfungsergebnisse sind 14 Tage vor der Hauptversammlung in den Geschäftsräumen des Vereins für die Mitglieder zur Einsichtnahme aufzulegen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September.

§ 9

Zur Hauptversammlung, die alle drei Jahre stattfindet, sind alle Mitglieder spätestens zehn Tage vor dem Versammlungstag vom Geschäftsführer unter Angabe der Tagesordnung einzuladen. Die Hauptversammlung hat den Geschäftsbericht und die Rechnungslegung entgegenzunehmen und die Entlastung der Vereinsorgane zu erteilen.
Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, das vom Vorstand unterzeichnet werden muss.
Außerordentliche Hauptversammlungen können jederzeit vom Vorstand, unter Wahrung einer mindestens zehntägigen Frist, einberufen werden. Sie müssen vom Geschäftsführer einberufen werden, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder dies schriftlich verlangt.

§ 10

Auf allen Versammlungen des Vereins kann das Stimmrecht durch einen mit schriftlicher Vollmacht versehenen Mitgliedsvertreter ausgeübt werden.

§ 11

Satzungsänderungen bedürfen einer Stimmenzahl von zwei Drittel der Anwesenden bzw. vertretenen Mitglieder.

§ 12

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ausschließlich hierzu einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung erfolgen. Diese ist nur dann beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder anwesend oder durch Vollmacht vertreten sind. Ist die Versammlung nicht beschlussfähig, so erfolgt binnen vier Wochen Einberufung einer weiteren Versammlung. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. In jedem Fall bedarf der Auflösungsbeschluss einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen an die Bayer. Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, die es unmittelbar und ausschließlich für die vom Verein unter § 1 genannten Zwecke zu verwenden hat. Der Verein hat das Recht, hierzu verbindliche Vorschläge zu machen, über welche die Hauptversammlung entscheidet und zwar unter dem hiermit von jedem Mitglied ausdrücklich anerkannten Ausschluss des Rechtsweges.